Ein riesiges LED-Kreuz, ein imposanter Chor aus 450 Stimmen und Musiker Albert Frey live auf der Bühne – die Aufführung des Chormusicals „7 Worte vom Kreuz“ von Albert Frey begeisterte am 14. März in Ravensburg in der Oberschwabenhalle das Publikum mit einer modernen und bewegenden Neu-Interpretation der Passionsgeschichte.

Sechs Projektchöre in der Region

Im Mittelpunkt der Aufführung stand der Mega-Chor mit Sängerinnen und Sängern im Alter von 11 bis 85 Jahren aus der Region. Sie hatten sich in sechs Projektchören in Ravensburg, Weingarten, Friedrichshafen und Kaufbeuren seit Monaten auf die Aufführung vorbereitet. Für das Chormusical ist Albert Frey, der seit Jahrzehnten die christliche Musikszene als Musiker und Produzent maßgeblich prägt, den berühmten letzten Worten Jesus auf den Grund gegangen.

Dabei handelt es sich um die letzten 7 Sätze, die Jesus Christus laut den Evangelienberichten am Kreuz gesagt hat – zum Beispiel: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ – „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ – „Mich dürstet.“ – „Es ist vollbracht.“ – „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“

Komponist stammt aus dem Schussental

Die Aufführung dieses Werkes in seiner Heimat war für den Musiker ein emotionaler Moment: „Ich bin dankbar, dass das Stück, dass ich im stillen Kämmerlein zu schreiben begonnen habe, nun von so vielen fantastischen Menschen weitergetragen wird.“ Der Künstler hat im Schussental seine musikalischen Wurzeln und ist in der Region aufgewachsen.

Evangelische Kantorin und Kantor aus der Region dirigierten

Das Chormusical in Ravensburg wurde vom großen Projektchor mit rund 450 Stimmen getragen, geleitet von Carmen Jauch, Bezirkskantorin des evangelischen Kirchenbezirks Ravensburg, und Manuel Mader, Kantor in der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Friedrichshafen.

Katholischer Weihbischof begeistert

Unter den Gästen in der Oberschwabenhalle war auch Weihbischof Thomas Maria Renz. Im Anschluss erklärte er, dass es in dem Musical äußerst gelungen sei, „wie sich in Problemen, Verzweiflungen und Enttäuschungen von Menschen unserer Zeit durch die Worte Jesu am Kreuz neue, überraschende Hoffnungsimpulse eröffnen können. Dadurch bekommt die Bedeutung des Todes Jesu eine enorme Relevanz für Menschen unserer Zeit. Mir jedenfalls gingen die Lieder mit ihren berührenden Botschaften und Melodien sehr unter die Haut.“

Ökumenische Trägerschaft

Der Evangelische Kirchenbezirk Ravensburg, die Gemeinschaft Immanuel Ravensburg und das katholische Dekanat Allgäu‑Oberschwaben unterstützten das Projekt als Partner.

Die Aufführung in Ravensburg markierte den Auftakt einer kleinen Tour, die Frey mit Band, Orchester und Solisten anschließend nach Göppingen, Wetzlar, Lemgo, Lingen und Chemnitz führt. In seinem Werk verbindet Albert Frey die Passionsgeschichte mit Fragen, die Menschen heute bewegen.

Infos unter: www.chormusicals.de,

Weitere Fotos unter: https://www.chormusicals.de/artikel/eindruecke-aus-ravensburg